
Oft werde ich gefragt: "Warum übergibst du dich immer beim bloßen Erwähnen des Wortes Facebook?"
Nun - vielleicht hab ich einfach ne Allergie - andererseits könnte es auch an vielen anderen Gründen liegen.
Facebook ist die unübersichtlichste und User-unfreundlichste Seite die das Internet jemals hervorgebracht hat!
Let´s face it (<-- man beachte diesen unglaublichen Wortwitz!):
Frisch bei FB angemeldet, befindet man sich gleich in ner wunderbaren Einzelzelle mit Blick auf ne weiße Wand.
Man hat nun die Möglichkeit den ganzen Schei*** den man auf hunderten anderen (und viel besseren) Social Sites verteilt hat auch freizuschalten (wozu? ich hab doch friendfeed?), und "Freunde" einzuladen...
Gehen wir nun mal davon aus, dass man gar keine Freunde einladen und zuspammen will, sondern einfach nur neue Leute kennenlernen will...
Ach vergiss es - denn in dem Moment wird FB schon asozial zu dir!
Du musst mit XY befreundet sein, um ihr/sein vollständiges Profil sehen zu können.
Wie bitte? Ich muss die Katze im Sack kaufen? *lol*
Du erfährst einfach nichts über den anderen, bevor du nicht befreundet bist (wie krank ist das denn???)
Das soll ein Social Network sein? Hinterfragt das niemand?
Lassen wir das mal alles vor - manche stehen vielleicht auf die "Sicherheitsnummer"...
Als nächstes hast du die geniale Auswahl an unterschiedlichsten Gruppen zur Partnersuche, Knutschen und anderen Mist, den die virtuelle Welt nicht braucht, und den du lieber in der Welt 1.0 praktizierst...
Teenies und infantiles Gequatsche wohin das Auge reicht...
Nichts brauchbares für Menschen mit IQ über 50...
Wenn das nicht schon genug zum Kotzen wäre, gibt es dann auch noch "geniale Apps und Widgets"
Häh? Da rollen sich mir die Zähennägel auf!
Indiana Jones 3 auf dem C64 war besser programmiert als der Mist!
Das fühlt sich alles an wie ein Pickel am Ar***
Jemand der wie ich jeden Tag mit den genialsten Web 2.0 Tools herum-beta-isiert, bekommt bei der Usability von FB die Krätze!
Hab ich eigentlich schon die Frage nach dem Sinn des Ganzen gestellt?
Ich will keine Teenies aufreißen, meine Freunde kenn ich sowieso und muss sie nicht auf FB kennen lernen - neue Leute kannst du sowieso nicht kennenlernen...
Für Business Kontakte gibt es Xing mit genialer Usability...
Um meine Fotos zu veröffentlichen gibt´s Flickr und Co - für Statusmessages Twitter und Co usw...
Um alles schön auf einen Nenner zu bringen gibt es perfekte Lifestreaming-Services wie Friendfeed - wo ich auch neue Leute und ihre Ansichten kennenlernen kann, ohne sofort ihren kompletten Stream als "Freund auf Lebenszeit" abonnieren zu müssen!
Wer braucht denn Facebook?
Jetzt kommt meine Theorie:
Facebook ist einfach für Menschen die Windows 98 und ICQ benutzen, und sich selbst vormachen, dass sie total webzweinullig sind!
Ja - für euch ist Facebook eine Revolution!
Für mich ist es einfach nur Scheiße...




Harte Worte, harte Worte! Für dich mag Facebook absoluter Mist sein, weil du Friendfeed hast. Schön! Nur in meinen Augen ist Friendfeed nicht das non plus ultra – zu unübersichtlich, keine Funktionen, die ich wirklich brauche – einfach ein Nachrichtenticker für Bekannte. Aber nicht für meine wirklichen Freunde, denn die nutzen Friendfeed nicht. Viele nutzen vielleicht auch Facebook nicht – aber wenn ich Webanwendungen (Dopplr, Twitter, den ganzen Scheiß halt) irgendwo im Netz verknüpfen kann und dann die Wahl habe zwischen FB und FF, dann nutze ich den Dienst, den die wichtigsten Menschen in meinem Leben verwenden. Dabei hat das ganze nichts mit Trends hinterherlaufen zu tun. Viele habe ich zu FB gebracht.
Dass nur der auf meinem Profil herumhüpfen kann, dem ich es erlaube, finde ich sehr beruhigend. Denn schließlich will ich mit meinen Freunden (schließlich heißt es auch «als Freund hinzufügen») kommunizieren und nicht, dass Wildfremde intime Details über mich erfahren. Wenn ich Leute kennenlernen will, geh ich in ein Kaffee oder auf einen Kongress. Von mir aus auch Xing.
«Du erfährst einfach nichts über den anderen, bevor du nicht befreundet bist (wie krank ist das denn???)». Es heißt doch BEFREUNDET sein. Ich will nicht, dass Leute die mich nicht kennen etwas über mich wissen. Bin ich jetzt krank? Gar asozial?
Gruppen nutze ich kaum. Da hast du Recht, vieles davon macht man lieber im richtigen Leben. Aber schön, wenn man so etwas hat. Nicht nutzen kann man es schließlich immer noch.
Ich veröffentliche meine Bilder bei flickr (viele nur privat), schreibe bei Twitter, habe meine Reisen bei Dopplr, meine Bookmarks bei Delicious – und das alles kann man schön bei FB verknüpfen. Oder bei FF. Ist es nicht schön, dass es mehrere Lösungen gibt?
Ich bin froh, eine Person mit einem angeblichen IQ von 50 zu sein. Aber ich nutze Satzzeichen wenigstens richtig.